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Die Spatzen bauen sich ein Nest und werden flügge:

Über eine Krippengruppe der Kita Winterhuder Weg

 

Vor rund zwei Jahren wurde in der Kita Winterhuder Weg eine neue Krippengruppe eingerichtet. Bis dahin hatte es schon 2 Krippengruppen gegeben, aber die große Nachfrage der Elternschaft erforderte die Eröffnung weiterer Plätze. Die Erzieherin Monika Kröger, Verfasserin des nachfolgenden Textes, wechselte zu dieser Zeit in die Kita Winterhuder Weg und wurde von den Leiterinnen der Einrichtung, Gudrun Wittwer und Angelika Bromma, mit dem Aufbau des neuen Angebotes betraut. Im Folgenden wirft Frau Kröger einen Blick zurück auf die spannende, anstrengende, aber doch immer bereichernde Erfahrung, ein Kita- Zuhause für 13 neue Krippenkinder zu schaffen. Doch es geht in ihrem Bericht nicht nur um organisatorische Fragen: In einem zweiten Teil beschreibt die Erzieherin ein mehrtägiges Ausflugsprojekt mit ihren Spatzen-Kindern, "ein wunderbares Erlebnis ich würde mir wünschen, dass dieses erfolgreiche Bildungsprojekt auch anderen Krippen-Kolleginnen Mut macht, mit den Kindern 'auf Tour' zu gehen."

 

Vor ca. zwei Jahren fragte mich Frau Wittwer, die Leiterin der Kita Winterhuder Weg, in meinem Vorstellungsgespräch, ob ich die neue Krippengruppe eröffnen möchte. Natürlich nahm ich das Angebot an. Zunächst arbeitete ich sechs Wochen in einer anderen Krippen-Gruppe, konnte die Kolleginnen und die Einrichtung kennenlernen. Wann immer möglich, kümmerte ich mich aber schon um die Einrichtung und Gestaltung des neuen Gruppenraumes. Ich hatte freie Hand bei der Umsetzung, aber Frau Wittwer hatte, ebenso wie alle Kolleginnen, immer ein offenes Ohr bei Nachfragen. Egal, ob es nun um Sach-Informationen, den Kauf von Möbeln, Spielzeug, Materialien etc. ging, ich bekam Unterstützung und Antworten von den Kolleginnen. Und nicht selten erschien unsere Hauswirtschaftsleiterin, Ute Scheffler, mit wiederentdeckten Schätzen aus dem Fundus der Kita. Auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal bei allen Kolleginnen der Kita für die Hilfe und Unterstützung bedanken auch nach zwei Jahren ist es eine schöne Erinnerung!

 

Schließlich war unsere neue Krippen-Gruppe eingerichtet. Meine Erfahrungen in unterschiedlichen Betreuungs-Einrichtungen sowie den Vereinigungs-Kitas Justus-Strandes-Weg und Bekassinenau, meine Fortbildungen und meine Schwerpunktbereiche Psychomotorik, Senso-Integrativer-Ansatz, Reggio-Pädagogik, Pestalozzi-Pädagogik, Wahrnehmung und Bewegung, Kreativität spiegelten sich in der neuen Gruppe wider. Die Kinder sollten viele frei zugängliche Anregungen erhalten: von den jederzeit greifbaren Bilderbüchern, über die selbstbefüllten Flaschen mit unterschiedlich rasselndem und klapperndem Inhalt über die kreativitätsanregenden Materialien bis hin zu den bewegungsfördernden Spielgeräten um nur einiges zu nennen.

 

Nun hieß es, einen Namen für die neue Gruppe zu finden! Im Krippenbereich der Kita Winterhuder Weg gab es schon Katzen und Käfer Vögel fehlten. Was passt zu den Kleinsten? Sie sind frech, kess, neugierig, scheu, und jeder für sich doch geborgen in der Gemeinschaft. Wie die Spatzen so sollte unsere neue Gruppe also heißen.

 

Am 15. September 2006 war der große Tag. Die ersten zwei Kinder der Spatzen-Gruppe fanden sich mit ihren Müttern zur Eingewöhnung ein, und so ging es bis zum Ende des Jahres weiter: eine Eingewöhnung nach der anderen, bis 10 Spatzen-Kinder in der Gruppe waren. Tatkräftige und engagierte Unterstützung erhielt ich in dieser Zeit von Praktikantinnen Yvonne Althoff und Sabrina Hinrichs, die sich die Wochenstunden teilten. Später kam eine Kollegin  hinzu und Mitte Januar 2007 waren alle 13 Spatzen-Kinder eingewöhnt. Wir waren vollständig!

 

Wie es manchmal so ist, wenn alles gut läuft, ein anderes Mal holpert es dann doch. Zwar entwickelte sich die Spatzen-Gruppe positiv jedes Kind eroberte eine neue Ecke, ein neues Element, andere Kinder nahmen die Anregungen auf, ahmten nach und entwickelten weiter, und alle fühlten sich wohl doch leider gab es manchmal Personalengpässe. Da ich gerne mit Praktikantinnen arbeite, waren wir trotzdem beweglich: mit Kinderkarren wurden der Wochenmarkt sowie die Spielplätze im Umkreis unserer Kita erkundet, die Höhepunkte waren Ausflüge zum Hauptbahnhof ("Züge gucken"), zu den Landungsbrücken (mit der HVV-Fähre fahren) und in das Museumsdorf Volksdorf (Bauernhäuser, Schafe, Ziegen, Schweine, Pferde, Gänse, …). Für Krippenkinder sind solche Ausflüge eine tolle Leistung, und wir hatten gleich mehrere davon!

 

In den Sommerferien feierte ein Kind Abschied, gleichzeitig hatte ich ein Eingewöhnungskind und war alleine. Eingewöhnung und Urlaubszeit (weniger Kinder, weniger Kolleginnen im Haus), was können wir trotzdem erleben? Das Thema Bauernhof ist bei den Kleinen immer begehrt, also entwickelten wir das Projekt Bauernhof. Wir betrachteten zunächst Bauernhofbilderbücher, ich besorgte realistische Bauernhof-Tiere der Firma Schleich. Die Kinder liefen mit der Kuh, dem Schaf, dem Schwein herum und überall war Muhen, Gackern und Mähen zu hören. Die Kinder hatten über das Schauen, Betrachten, Erzählen, Befühlen, mit dem Mund/den Händen ertasten viel über das Leben auf einem Bauernhof gelernt. Und einige Monate später erlebten sie das Leben auf dem Land auch in der Realität. Dazu mehr im zweiten Teil des Textes.

 

Auch das Thema Farben ist ein fester Bestandteil in unserem Gruppenalltag. Bälle sind nicht einfach nur Bälle, sondern werden von uns immer als der rote Ball, der grüne Ball usw. benannt, ebenso die Farben der Autos und anderer Spielzeuge. Zur Standard-Literatur gehört bei uns das Bilderbuch "Alle meine Farben" aus dem Carlsen Verlag, und das Lied "Grün, grün, grün sind alle meine Kleider" singen wir oft beim Betrachten dieses Buches. Es ist faszinierend, dass Kinder, noch nicht einmal zwei Jahre alt, alle Farben bald erkennen und benennen können. Und ein Spiel der etwas älteren Krippen-Kinder geht so: sie servieren uns rotes Erdbeereis, gelbes Eis, auch das ungewöhnliche 'baue' Eis (= blau) in einem Becher aus der Kinderküche mit einem farblich passenden Ball aus unserem kleinen Gruppen-Bälle-Bad. Meist stimmen sogar Ball und Becherfarbe überein.

 

Jahresanfang 2008, eine neue Kollegin, Lena Cohrs, bereichert die Spatzen-Gruppe. Diese Erzieherin kannten die Kinder schon aus Vertretungszeiten und sie lebt das Spatzen-Gruppen-Konzept mit.

 

Sind wir nun endlich vollständig? Im Prinzip schon, nur fliegen die ersten Spatzen inzwischen schon wieder aus dem Nest in die große Welt. Die Kinder wechseln in die Gruppe der älteren Kinder, und wir bekommen neuen Nachwuchs. Bewährt hat sich, den Nachwuchs mit der gesamten Gruppe einzugewöhnen. Die Kinder lernen sich alle kennen und es ist einfach reizend zu beobachten, wie die alten Spatzen-Gruppen-Kinder liebevoll, verständnisvoll und zärtlich mit den Kleinen umgehen. Es wird gestreichelt, Spielzeuge werden gereicht und einige Mütter sind gerührt, wenn ihr 'neues' Kind morgens von den 'Alten' schon mit Hallo begrüßt wird.

 

Die Krippen-Kinder der Spatzen-Gruppe sind ein aktives Leben in der Gruppe gewöhnt, sind neugierig, interessiert und wissbegierig. Zu unserem Wochenablauf gehören Wasseraktionen in unserem einfachen, aber praktischen Bad, das wir vielfältig nutzen können: Planschbecken, große Wannen, die Sesamstraßen-Oskartonne, Schüsseln, Kinderwaschbecken, Rohrlandschaften, Flaschen, Eimer, Schwämme, Trichter, Reifen, Tücher etc. gehören dort zum Angebot. Dazu kommen regelmäßige Bewegungsangebote in unserem Gruppenraum mit Holzbögen, Hockern, verschiedenen Matratzen etc., in unserem Kita-Bewegungsraum sowie auf dem Außengelände. Dort spielen wir auch bei den größeren Kindern mit, wir lernen sie so kennen, das Gelände mit seinen Hügeln, Büschen, Sandkästen und Rutschen ist herrlich zu erforschen. Unsere Stadtteilerkundungstouren sind feste Programmpunkte (Spielplätze entdecken, auf dem Weihnachtsmarkt Karussell fahren, den Wochenmarkt auskundschaften, die Kirche kennenlernen etc.). Nicht zu vergessen unsere Ausflüge in Hamburg (dazu unten mehr). Kreativitäts- und Wahrnehmungsangebote (mit Fingerfarben, Kleister, Papier, Eierkartons etc). kommen im Alltag der Gruppe ebenso hinzu. Integraler Bestandteil all dieser Bildungsprojekte ist natürlich die Sprachförderung (Wortschatzerweiterung u.a.) und das soziale Miteinander.

 

Eine Krippen-Gruppe einzurichten, zu gestalten und konzeptionell aufzubauen war eine bereichernde und positive Erfahrung. Ich würde es jederzeit wiederholen. Im Folgenden nun die Beschreibung eines besonderen Bildungsprojektes der Spatzen-Gruppe:

 

 

Unser Bildungs-Projekt "Fahrzeuge": die Spatzen-Kinder auf Hamburg-Erkundungstour 

 

Es sind Sommerferien, einige Kinder sind im Urlaub und wir haben eine nette und verlässliche Praktikantin, Amani Albr. Also nutzen wir die Gelegenheit wieder einmal für einen Ausflug. Da in der Gruppe (13 Kinder im Alter von 9 Monaten bis 2,5 Jahren) die Schleich-Bauernhoftiere immer noch ein aktuelles Thema sind (aus dem Bauernhof-Projekt des vergangenen Jahres) wählen wir als Ziel das Museumsdorf Volksdorf (mit Bauernhäusern, Schafe, Ziegen, Schweinen). Bei Nieselregen und deshalb in Regenkleidung reisen wir mit der U-Bahn bis Volksdorf. Dieser erste Teil des Ausflugs ist schon spannend für Krippenkinder, denn was gibt es unterwegs nichts alles zu hören, zu sehen und zu riechen! In Volksdorf angekommen gehen und fahren wir (denn einige der Kleineren sitzen noch in ihren Kinderkarren) zum Museumsdorf, untersuchen dort alle Ecken und Wege, beobachten die Tiere, streicheln sie (wer sich traut!) und lassen uns von einigen Ziegen sogar die Hände lecken. Das kitzelt! Die Kleinsten tapsen wacker über Sand- und Steinwege, Holpersteine, auf die Erhöhungen und wieder herunter. Das sind Wahrnehmungsübungen pur! Voller Impressionen, bereichert um viele neue Worte, mit dem Eindruck der Tierstimmen, -felle  und -gerüche begeben wir uns nach einem Picknick und einer Wickelrunde auf der überdachten Bank vor dem Bauernhaus auf den Rückweg. Unterwegs legen wir noch einen Schlemmer-Stop in einer Eisdiele ein. Bei der Frage "Welches Eis möchtet Ihr essen?" ruft ein Kind Schokoladeneis, ein anderes Erdbeereis, das nächste will Kirscheis … eine bunte Bestellung, und die Bedienung hat reichlich zu tun.

 

Die Kinder hatten viel Spaß an diesem Ausflug, besonders am U-Bahn-Fahren. Was liegt da nahe? Wir entwickeln ein Projekt! Fahrzeuge! Welche Fahrzeuge gibt es? Wie werden sie genutzt und wo können wir sie bestaunen? Und so stellten wir ein neues Ausflugsprogramm zusammen, und zwar mit dem thematischen Schwerpunkt Fahrzeuge.

 

Schon am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus zum Flughafen. Dort beobachten wir die vielen, unterschiedlich großen und bunten Flieger beim Starten und Landen, beim Be- und Entladen. Dazu braucht man spezielle Fahrzeuge, auf denen man viele Koffer stapeln kann. Und Busse kurven auf der Landebahn auch herum. Warum? Sogar ein Feuerwehrfahrzeug entdecken die Kinder und ein älteres Propellerflugzeug.

Beim Rückweg dann eine demokratische Abstimmung: "Kinder, wollt Ihr mit dem Bus zurückfahren oder mit Bus, S-Bahn und U-Bahn? Die Kinder wählen, natürlich, die 2. Variante, denn da kann man gleich drei verschiedene Fahrzeugtypen erleben. Und trotz des langen Ausfluges haben unsere Spatzen offensichtlich immer noch nicht genug Fahrzeuge gesehen.

 

Bei einem anderen Ausflug fahren wir dann mit einem richtigen Zug vom Hauptbahnhof nach Rahlstedt. In Rahlstedt besuchen wir eine Buchhandlung und kaufen uns nach eingehender Prüfung zwei Bilderbücher zum Thema Fahrzeuge. Anschließend probieren wir noch die Eisdiele aus (die Spatzen-Gruppen-Menschen lieben Eisessen, wir haben eine hervorragende Eisdiele auf dem Weg zum Spielplatz in Uhlenhorst). Heute ist aber ein reiner Erdbeereistag, kein Kind möchte eine andere Sorte. Also schwelgen wir in Erdbeereis.

 

Wieder in der Kita werden nach dem Mittagschlaf die neuen Bücher intensiv betrachtet und die Fahrzeuge wiederentdeckt: Feuerwehr, Tatütata, Polizeiauto, Moped, Motorrad, Auto, Bus, Zug, Flugzeug, Fahrrad, Müllwagen, Schiff, Boot, Straßenreinigungsauto (es löst besondere Beachtung und Faszination aus, denn so eines fährt gelegentlich durch unsere Straßen, wenn wir zum Spielplatz gehen), Laster, Traktor, Lastwagen, Zementmischlaster,… die Kinder entdeckten Neues und Altes.

 

Beim nächsten Ausflug sind im Landesmuseum Altona Schiffe und Schiffsmodelle zu betrachten, kleine Bauernhäuser und vieles, vieles mehr. Wieder U-Bahn, S-Bahn und ein Stück Fußweg, eine kleine Pause am großen Brunnen und weiter zum Museum. Begeisterung! Vitrinen, zum Hinein- und Durchschauen, auch zum Gegenklopfen, gefüllt mit interessanten Dingen, Räume zum Herumlaufen und Krabbeln, große Ruderboote, Segelboot, Boot, da, Schiff  klang es durch den Ausstellungsraum. In der Fischerhütte entdecken wir Seile, Netze, Gummistiefel, und dann geht es eine Treppe hoch. Festhalten und hochsteigen, hoch krabbeln, je nach Bedarf und Können. Bauernhäuser in Glaskästen mit einem Holztritt davor! Die beiden Ältesten hinauf und wir hören Kuh, Perd (Pferd), Kuh, muh, Haus, da und sehen staunende Kinder mit großen Augen. Die Jüngeren erforschen die Wege um die Glasvitrinen und ein ganz Interessierter findet krabbelnd den Weg in eine Bauernstube und zurück. Dann sind nur noch einige Stufen zu bewältigen und wir stehen im Tante-Emma-Laden. Da finden wir wieder viele Dinge, und die Kleinsten lernen dabei von den etwas Älteren reichlich neue Wörter: Kekse, da, Eis, Eimer, Schaufel, da, Fasche (Flasche), Apfel, Zuckerdose, Pfeffer….

 

"Schiffe-Gucken" ist ja fein, aber Schiff-Fahren ist ein Abenteuer. So fahren wir am nächsten Tag mit der U-Bahn bis Baumwall (dort gibt es Fahrstühle für die Karren, an den Landungsbrücken leider nicht), erforschen schlendernd die Promenade und steigen in eine HVV-Fähre. Wir fahren bis Finkenwerder und dann bis zu den Landungsbrücken zurück, mit Milchbrötchen als Zwischenmahlzeit. Wieder gibt es jede Menge zu sehen und zu erzählen. Zum Mittagessen haben wir uns in der Kita abgemeldet und speisen mit Blick auf das Geschehen im Hafen 'Pommes' (Ausnahmen gehören zu Abenteuern), sowie zusätzlich Fruchtgläschen mit Vollkorn.

 

Das letzte Ziel unseres Projektes ist Bergedorf, erreicht mit U- und S-Bahn. Wir spazieren zum Schloss, bewundern das schöne Gebäude und im Innenhof die Skulptur: Ein Mann mit einem Rock und einem Helm wir tragen aber Hosen, Schirmmützen und Mützen! Früher war das anders! Durch den Schlosspark zum Spielplatz und anschließend, na? Natürlich, auch das Eis in Bergedorf muss probiert werden. Vorher noch eine idyllische Wickelpause auf der Bank am Jugendstilbrunnen.

 

Das waren wundervolle Projekt-Tage, die Kinder freuten sich, waren lebhaft, redefreudig und strahlten. Die Eltern waren begeistert und morgens immer wieder pünktlich mit den wetterentsprechend gekleideten Kindern in der Kita, und auch die Erzieherinnen waren richtig begeistert von den Spatzen-Gruppen-Kindern und ihren Eltern.

 

War unser Projektziel erreicht? Mehr als gedacht. Wir haben erlebt, was Erlebnispädagogik bewirken kann: Er-Leben, Be-Greifen, Er-Fühlen, Er-Spüren, Be-Obachten von vielen spannenden Dingen in der die Kinder umgebenden Welt. Die Kinder entdecken seitdem viel häufiger Fahrzeuge und andere Dinge, erfragen und benennen sie sicherer. Neu hinzu gekommen sind inzwischen Worte wie Doppeldecker, Wasserflugzeug, Ziehharmonikabus (als Nachsprechwort) und beim aktuellen Fahrzeugbuchbetrachten sehen die Kinder immer mehr Details. Ein Kind sagt auch schon Martinshorn und dann Tatütata.

Ein Kind war vorher unsicher im Treppensteigen, jetzt geht es alleine hinauf und hinunter und lacht noch dabei. Die Ausflüge haben auch für die motorischen Fähigkeiten einen Motivationsschub gebracht.

Außerdem haben die Reisen in die Stadt die Kinder selbstbewusster gemacht und als Gruppe zusammengeschweißt: Fahren einige Kinder mit dem Fahrstuhl, wird freudig gelacht, gewunken und tschüß gerufen, wenn wir uns aus Platzgründen teilen müssen. Wo ist Lina? ist zu hören, wenn Olinas Kinderkarre noch auf den Fahrstuhl wartet. Sind alle wieder beisammen, heißt es Hallo.

Liegen die Kinder mittags im Bett, ist zu hören: Wo ist Patrick? Wo ist Lennard? Wo ist Carl? Wo ist Nana? bis alle beruhigt sind, dass auch wirklich alle Freunde mit im Schlafraum gelandet sind.

 

 

 

 

 


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